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Chemnitzer Schülerin bewertet internationale Jugendfilme in Frankreich

(18.04.2012) Während ihre Mitschüler bereits wieder die Schulbank drückten, machten sich Laura R ... mehr

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Erlebnisbericht Jurymitglied Laura Rüger:

"Zum 30. Filmfestival der Stadt Saint-Quentin wurde ich als deutsches Mitglied der Internationalen Jugendjury eingeladen. Meine Französischlehrerin, Frau Freund, begleitete mich auf meiner ersten Frankreichreise. Insgesamt waren wir 13 Mitglieder, mit Vertretern aus der Réunion, Finnland, Italien, Kroatien, Frankreich und natürlich Deutschland. Im Wettbewerb vertreten waren 10 Filme, die u.a. aus der Schweiz, Deutschland oder Australien kamen, und die wir in der Woche vom 10. bis 15. April angeschaut und diskutiert haben. Nach den Filmen sprachen wir über das Gesehene und tauschten unsere Meinungen aus. In mehreren Zwischendiskussionen hatten wir schon erste Favoriten. Am Tag vor der Siegerehrung lag es dann allein an uns, den Siegerfilm zu küren. Erst fiel uns die Entscheidung nicht leicht, doch am Ende stimmten wir fast einstimmig für den Schweizer Film „Stationspiraten“ von Michael Schaerer. Der Film, der die bewegende Freundschaft von fünf jugendlichen Krebspatienten zeigt, übermittelte uns trotz seiner Ernsthaftigkeit und Traurigkeit eine wunderbare Botschaft der Hoffnung, die wir alle mit anderen Jugendlichen teilen wollten.

Untergebracht während dieser Woche war ich in einer französischen Gastfamilie, die mich sehr herzlich aufnahm. Trotz meines dreijährigen Französisch-Unterrichtes fiel es mir am ersten Abend schwer, den schnellen Gesprächen am Tisch zu folgen – im Gegensatz zum letzten Tag, an dem ich tatsächlich fast alles verstand. Viele Unterhaltungen beim gemeinsamen Essen, Einkaufen oder einem kleinen Stadtrundgang gaben mir das Gefühl, herzlich willkommen zu sein.

Doch nicht nur mit meiner Gastfamilie habe ich mich gut verstanden, auch wir Jurymitglieder kamen gut miteinander klar. Beim Mittagessen in der Schulkantine oder in Pausen haben wir uns schnell angefreundet und Sprachbarrieren überwunden. Und Dank Facebook stehen wir alle auch weiterhin in Kontakt.

Neben vielen neuen Freunden und Kontakten konnte ich in dieser Woche meine Französisch-Kenntnisse und Erfahrungen wirklich verbessern. Auch wenn diese Woche sehr anstrengend war, hat sie mir sehr gefallen, denn all die neuen Erfahrungen und Eindrücke haben einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen."